Microsoft RDP: Beim Login nur „Bitte warten“ – wenn die RDP-Sitzung stundenlang hängt

Wer regelmäßig per Microsoft Remote Desktop (RDP) auf einen Windows-PC oder Windows-Server zugreift, kennt das Problem vielleicht:

Die RDP-Verbindung wird aufgebaut, Benutzername und Passwort werden akzeptiert – und anschließend passiert scheinbar nichts mehr.

Auf dem Bildschirm steht nur:

„Bitte warten“

Und das unter Umständen nicht nur einige Minuten, sondern eine gefühlte Ewigkeit.

Ein besonders interessantes Fehlerbild wurde von Administratoren im Zusammenhang mit Windows 11 24H2 beobachtet. Dabei funktioniert RDP zunächst, nach dem Trennen einer Sitzung kann eine erneute Verbindung jedoch bei der Anmeldung hängen bleiben. Ein Neustart des Zielsystems kann das Problem vorübergehend beseitigen.

Das typische Fehlerbild

Das Problem kann beispielsweise folgendermaßen aussehen:

  1. RDP-Verbindung zum Zielrechner wird hergestellt.
  2. Benutzername und Passwort werden eingegeben.
  3. Windows akzeptiert die Anmeldung.
  4. Anschließend erscheint „Bitte warten“.
  5. Der Desktop erscheint nicht.
  6. Auch nach längerer Wartezeit ändert sich nichts.

Besonders auffällig ist, dass eine bestehende bzw. getrennte RDP-Sitzung betroffen sein kann.

Im Reddit-Thread berichten mehrere Administratoren genau von diesem Verhalten unter Windows 11 24H2. Teilweise funktionierte eine neue Anmeldung, während das Wiederverbinden mit einer bereits getrennten Sitzung Probleme verursachte.


Windows 11 24H2 als möglicher Zusammenhang

Wenn das Problem hauptsächlich bei Rechnern mit Windows 11 24H2 auftritt, sollte die RDP-Netzwerkerkennung genauer untersucht werden.

In dem genannten Erfahrungsbericht wurde als Lösung eine Änderung der Gruppenrichtlinie für die Netzwerkerkennung von Remote Desktop Services genannt.

Der entscheidende Punkt:

Die Einstellung wird auf dem Rechner vorgenommen, auf den per RDP zugegriffen wird – also auf dem Zielsystem.

Nicht auf dem PC, von dem aus die RDP-Verbindung gestartet wird.


Lösung über die Gruppenrichtlinie

Auf dem betroffenen Windows-11-24H2-Rechner kann folgende Richtlinie überprüft werden:

Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Windows-Komponenten → Remotedesktopdienste → Remotedesktop-Sitzungshost → Verbindungen

Dort geht es um die Einstellung zur Netzwerkerkennung.

Im Reddit-Thread wurde folgende Konfiguration als Lösung genannt:

  • Netzwerkerkennung auf dem Server auswählen: Aktiviert
  • Verbindungszeit erkennen: deaktiviert
  • Kontinuierliche Netzwerkerkennung: deaktiviert

Mehrere Teilnehmer berichten anschließend von funktionierenden RDP-Verbindungen bzw. davon, dass das Wiederverbinden mit getrennten Sitzungen wieder möglich war.

Wichtig: Die Erfahrungen stammen aus einer Administratoren-Diskussion und sind daher kein allgemeingültiger Beweis dafür, dass diese Einstellung jedes RDP-Problem behebt.


Besonders interessant: Kontinuierliche Netzwerkerkennung

Interessant ist, dass einige Administratoren im Thread berichten, dass bereits das Deaktivieren der kontinuierlichen Netzwerkerkennung ausgereicht hat.

Andere haben beide Einstellungen deaktiviert.

Das bedeutet: Es kann sinnvoll sein, zunächst gezielt zu testen, welche Einstellung in der eigenen Umgebung tatsächlich für die Probleme verantwortlich ist.

Eine im Thread genannte Variante verwendet beispielsweise:

SelectNetworkDetect = 2

Eine andere Konfiguration setzt mehrere Registry-Werte unter:

HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows NT\Terminal Services

Die dort diskutierten Registry-Einstellungen sollten jedoch nicht blind übernommen werden. In einer produktiven Umgebung empfiehlt es sich, die Änderung zunächst an einem einzelnen Testsystem zu überprüfen.


Alternative: RDP-Client auf LAN/WAN einstellen

Eine weitere interessante Beobachtung aus dem Thread betrifft den RDP-Client.

Mehrere Benutzer berichten, dass es geholfen hat, in der Remotedesktopverbindung unter Erfahrung die automatische Erkennung der Verbindungsgeschwindigkeit zu verändern und beispielsweise LAN/WAN auszuwählen.

Dazu kann man bei mstsc.exe auf:

Optionen anzeigen → Erfahrung

wechseln.

Dort befindet sich die Einstellung für die automatische Erkennung der Verbindungsgeschwindigkeit.

Einige Nutzer berichten, dass die Umstellung von der automatischen Erkennung auf LAN bzw. LAN/WAN das Problem unmittelbar beseitigt hat. Andere berichten dagegen, dass diese Maßnahme nicht dauerhaft geholfen hat.

Das zeigt auch: Die Ursache bzw. das Verhalten scheint nicht bei allen betroffenen Systemen identisch zu sein.


Warum kann die Einstellung helfen?

Die betreffende RDP-Funktion versucht, die Qualität der Netzwerkverbindung zu erkennen und die RDP-Darstellung beziehungsweise Kommunikation entsprechend anzupassen.

Wenn diese Erkennung in einer bestimmten Umgebung Probleme verursacht, kann eine RDP-Sitzung beim Aufbau oder bei der Wiederaufnahme beeinträchtigt werden.

Die Gruppenrichtlinie verändert dieses Verhalten. Laut der im Reddit-Thread zitierten Beschreibung wird bei deaktivierter Verbindungszeit- und kontinuierlicher Netzwerkerkennung nicht mehr versucht, die Netzwerkqualität während der Verbindung entsprechend zu bestimmen.

Dabei sollte man allerdings berücksichtigen, dass eine solche Änderung Auswirkungen auf die RDP-Performance und die automatische Anpassung an unterschiedliche Netzwerkbedingungen haben kann.


Registry-Variante

Wer die Einstellung beispielsweise per Skript oder zentral über eine Verwaltungslösung verteilen möchte, kann die entsprechenden Registry-Richtlinien verwenden.

Im Reddit-Thread wurde unter anderem folgende PowerShell-Konfiguration genannt:

$RegPath = "HKLM:\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows NT\Terminal Services"

if (!(Test-Path $RegPath)) {
    New-Item -Path $RegPath -Force | Out-Null
}

Set-ItemProperty -Path $RegPath -Name "fServerNetworkDetect" -Type DWord -Value 1
Set-ItemProperty -Path $RegPath -Name "fTurnOffTimeDetect" -Type DWord -Value 1
Set-ItemProperty -Path $RegPath -Name "fTurnOffNetworkDetect" -Type DWord -Value 1

Diese Werte stammen aus einem Nutzerbeitrag des genannten Reddit-Threads. Dort wird außerdem darauf hingewiesen, dass je nach Änderung ein Neustart erforderlich sein kann.

Für eine Unternehmensumgebung ist eine zentrale Gruppenrichtlinie in der Regel besser geeignet als manuell verteilte Registry-Änderungen.


Nach der Änderung: Gruppenrichtlinien aktualisieren

Wenn die Einstellung per Gruppenrichtlinie geändert wurde, kann die Richtlinienaktualisierung beispielsweise mit folgendem Befehl angestoßen werden:

gpupdate /force

Danach sollte die RDP-Verbindung erneut getestet werden.

Bei Änderungen an systemweiten Einstellungen kann zusätzlich ein Neustart des Zielsystems erforderlich sein.


Nicht nur Windows 11 24H2 prüfen

Auch wenn Windows 11 24H2 in diesem Zusammenhang besonders interessant ist, sollte man bei einem hängenden RDP-Login nicht automatisch davon ausgehen, dass die Ursache ausschließlich die Windows-Version ist.

Weitere mögliche Ursachen sind beispielsweise:

  • hängende RDP-Sitzungen
  • beschädigte Benutzerprofile
  • Gruppenrichtlinien
  • Anmeldeskripte
  • DNS-Probleme
  • Active-Directory-Probleme
  • nicht erreichbare Netzwerkfreigaben
  • Probleme mit Windows-Diensten
  • Netzwerk- oder VPN-Probleme
  • Grafik- bzw. RDP-Einstellungen

Deshalb sollte das Problem immer anhand der konkreten Umgebung untersucht werden.


RDP-Sitzungen überprüfen

Wenn man Zugriff auf den Rechner oder Server über eine andere Management-Möglichkeit hat, kann man zunächst prüfen, ob eine bestehende RDP-Sitzung hängen geblieben ist.

Zum Beispiel:

query user

Hier lassen sich vorhandene Benutzersitzungen anzeigen.

Eine getrennte oder festhängende Sitzung kann möglicherweise die Ursache sein. Beim Abmelden bzw. Beenden einer Sitzung sollte allerdings darauf geachtet werden, dass dadurch nicht gespeicherte Benutzerdaten verloren gehen.


Ereignisanzeige nicht vergessen

Wenn die oben genannte Änderung nicht hilft, sollte die Windows-Ereignisanzeige kontrolliert werden.

Besonders interessant sind Ereignisse rund um:

  • Remote Desktop Services
  • TerminalServices
  • User Profile Service
  • GroupPolicy
  • Windows-Anmeldung
  • Netzwerk
  • Active Directory

Am besten reproduziert man den Fehler und überprüft anschließend die Ereignisse zum entsprechenden Zeitpunkt.

So lässt sich häufig erkennen, an welcher Stelle der Anmeldevorgang hängen bleibt.


Fazit

Ein RDP-Login, der unter Windows dauerhaft bei „Bitte warten“ stehen bleibt, kann verschiedene Ursachen haben.

Bei Windows 11 24H2 gibt es jedoch einen interessanten Erfahrungsbericht aus der Systemadministrator-Community: Mehrere Administratoren berichten von Problemen beim Aufbau bzw. Wiederverbinden von RDP-Sitzungen und konnten das Verhalten durch Änderungen an der RDP-Netzwerkerkennung beheben.

Als möglicher Lösungsweg sollte daher insbesondere diese Einstellung überprüft werden:

Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Windows-Komponenten → Remotedesktopdienste → Remotedesktop-Sitzungshost → Verbindungen

Dort kann die Netzwerkerkennung für RDP angepasst werden.

Darüber hinaus berichten einzelne Nutzer von Verbesserungen, wenn im RDP-Client die automatische Erkennung der Verbindungsgeschwindigkeit unter „Erfahrung“ geändert wird.

Wichtig ist dabei: Die genannten Lösungen stammen teilweise aus Erfahrungsberichten und sollten zunächst kontrolliert an einem betroffenen System getestet werden.

Reddit-Quelle: Windows 11 24H2 – RDP-Session hängt beim Anmelden (r/sysadmin)

Die RDP-Verbindung wird aufgebaut, Benutzername und Passwort werden akzeptiert – und anschließend passiert scheinbar nichts mehr.

Auf dem Bildschirm steht nur:

„Bitte warten“

Und das unter Umständen nicht nur einige Minuten, sondern eine gefühlte Ewigkeit.

Ein besonders interessantes Fehlerbild wurde von Administratoren im Zusammenhang mit Windows 11 24H2 beobachtet. Dabei funktioniert RDP zunächst, nach dem Trennen einer Sitzung kann eine erneute Verbindung jedoch bei der Anmeldung hängen bleiben. Ein Neustart des Zielsystems kann das Problem vorübergehend beseitigen.

Das typische Fehlerbild

Das Problem kann beispielsweise folgendermaßen aussehen:

  1. RDP-Verbindung zum Zielrechner wird hergestellt.
  2. Benutzername und Passwort werden eingegeben.
  3. Windows akzeptiert die Anmeldung.
  4. Anschließend erscheint „Bitte warten“.
  5. Der Desktop erscheint nicht.
  6. Auch nach längerer Wartezeit ändert sich nichts.

Besonders auffällig ist, dass eine bestehende bzw. getrennte RDP-Sitzung betroffen sein kann.

Im Reddit-Thread berichten mehrere Administratoren genau von diesem Verhalten unter Windows 11 24H2. Teilweise funktionierte eine neue Anmeldung, während das Wiederverbinden mit einer bereits getrennten Sitzung Probleme verursachte.


Windows 11 24H2 als möglicher Zusammenhang

Wenn das Problem hauptsächlich bei Rechnern mit Windows 11 24H2 auftritt, sollte die RDP-Netzwerkerkennung genauer untersucht werden.

In dem genannten Erfahrungsbericht wurde als Lösung eine Änderung der Gruppenrichtlinie für die Netzwerkerkennung von Remote Desktop Services genannt.

Der entscheidende Punkt:

Die Einstellung wird auf dem Rechner vorgenommen, auf den per RDP zugegriffen wird – also auf dem Zielsystem.

Nicht auf dem PC, von dem aus die RDP-Verbindung gestartet wird.


Lösung über die Gruppenrichtlinie

Auf dem betroffenen Windows-11-24H2-Rechner kann folgende Richtlinie überprüft werden:

Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Windows-Komponenten → Remotedesktopdienste → Remotedesktop-Sitzungshost → Verbindungen

Dort geht es um die Einstellung zur Netzwerkerkennung.

Im Reddit-Thread wurde folgende Konfiguration als Lösung genannt:

  • Netzwerkerkennung auf dem Server auswählen: Aktiviert
  • Verbindungszeit erkennen: deaktiviert
  • Kontinuierliche Netzwerkerkennung: deaktiviert

Mehrere Teilnehmer berichten anschließend von funktionierenden RDP-Verbindungen bzw. davon, dass das Wiederverbinden mit getrennten Sitzungen wieder möglich war.

Wichtig: Die Erfahrungen stammen aus einer Administratoren-Diskussion und sind daher kein allgemeingültiger Beweis dafür, dass diese Einstellung jedes RDP-Problem behebt.


Besonders interessant: Kontinuierliche Netzwerkerkennung

Interessant ist, dass einige Administratoren im Thread berichten, dass bereits das Deaktivieren der kontinuierlichen Netzwerkerkennung ausgereicht hat.

Andere haben beide Einstellungen deaktiviert.

Das bedeutet: Es kann sinnvoll sein, zunächst gezielt zu testen, welche Einstellung in der eigenen Umgebung tatsächlich für die Probleme verantwortlich ist.

Eine im Thread genannte Variante verwendet beispielsweise:

SelectNetworkDetect = 2

Eine andere Konfiguration setzt mehrere Registry-Werte unter:

HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows NT\Terminal Services

Die dort diskutierten Registry-Einstellungen sollten jedoch nicht blind übernommen werden. In einer produktiven Umgebung empfiehlt es sich, die Änderung zunächst an einem einzelnen Testsystem zu überprüfen.


Alternative: RDP-Client auf LAN/WAN einstellen

Eine weitere interessante Beobachtung aus dem Thread betrifft den RDP-Client.

Mehrere Benutzer berichten, dass es geholfen hat, in der Remotedesktopverbindung unter Erfahrung die automatische Erkennung der Verbindungsgeschwindigkeit zu verändern und beispielsweise LAN/WAN auszuwählen.

Dazu kann man bei mstsc.exe auf:

Optionen anzeigen → Erfahrung

wechseln.

Dort befindet sich die Einstellung für die automatische Erkennung der Verbindungsgeschwindigkeit.

Einige Nutzer berichten, dass die Umstellung von der automatischen Erkennung auf LAN bzw. LAN/WAN das Problem unmittelbar beseitigt hat. Andere berichten dagegen, dass diese Maßnahme nicht dauerhaft geholfen hat.

Das zeigt auch: Die Ursache bzw. das Verhalten scheint nicht bei allen betroffenen Systemen identisch zu sein.


Warum kann die Einstellung helfen?

Die betreffende RDP-Funktion versucht, die Qualität der Netzwerkverbindung zu erkennen und die RDP-Darstellung beziehungsweise Kommunikation entsprechend anzupassen.

Wenn diese Erkennung in einer bestimmten Umgebung Probleme verursacht, kann eine RDP-Sitzung beim Aufbau oder bei der Wiederaufnahme beeinträchtigt werden.

Die Gruppenrichtlinie verändert dieses Verhalten. Laut der im Reddit-Thread zitierten Beschreibung wird bei deaktivierter Verbindungszeit- und kontinuierlicher Netzwerkerkennung nicht mehr versucht, die Netzwerkqualität während der Verbindung entsprechend zu bestimmen.

Dabei sollte man allerdings berücksichtigen, dass eine solche Änderung Auswirkungen auf die RDP-Performance und die automatische Anpassung an unterschiedliche Netzwerkbedingungen haben kann.


Registry-Variante

Wer die Einstellung beispielsweise per Skript oder zentral über eine Verwaltungslösung verteilen möchte, kann die entsprechenden Registry-Richtlinien verwenden.

Im Reddit-Thread wurde unter anderem folgende PowerShell-Konfiguration genannt:

$RegPath = "HKLM:\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows NT\Terminal Services"

if (!(Test-Path $RegPath)) {
    New-Item -Path $RegPath -Force | Out-Null
}

Set-ItemProperty -Path $RegPath -Name "fServerNetworkDetect" -Type DWord -Value 1
Set-ItemProperty -Path $RegPath -Name "fTurnOffTimeDetect" -Type DWord -Value 1
Set-ItemProperty -Path $RegPath -Name "fTurnOffNetworkDetect" -Type DWord -Value 1

Diese Werte stammen aus einem Nutzerbeitrag des genannten Reddit-Threads. Dort wird außerdem darauf hingewiesen, dass je nach Änderung ein Neustart erforderlich sein kann.

Für eine Unternehmensumgebung ist eine zentrale Gruppenrichtlinie in der Regel besser geeignet als manuell verteilte Registry-Änderungen.


Nach der Änderung: Gruppenrichtlinien aktualisieren

Wenn die Einstellung per Gruppenrichtlinie geändert wurde, kann die Richtlinienaktualisierung beispielsweise mit folgendem Befehl angestoßen werden:

gpupdate /force

Danach sollte die RDP-Verbindung erneut getestet werden.

Bei Änderungen an systemweiten Einstellungen kann zusätzlich ein Neustart des Zielsystems erforderlich sein.


Nicht nur Windows 11 24H2 prüfen

Auch wenn Windows 11 24H2 in diesem Zusammenhang besonders interessant ist, sollte man bei einem hängenden RDP-Login nicht automatisch davon ausgehen, dass die Ursache ausschließlich die Windows-Version ist.

Weitere mögliche Ursachen sind beispielsweise:

  • hängende RDP-Sitzungen
  • beschädigte Benutzerprofile
  • Gruppenrichtlinien
  • Anmeldeskripte
  • DNS-Probleme
  • Active-Directory-Probleme
  • nicht erreichbare Netzwerkfreigaben
  • Probleme mit Windows-Diensten
  • Netzwerk- oder VPN-Probleme
  • Grafik- bzw. RDP-Einstellungen

Deshalb sollte das Problem immer anhand der konkreten Umgebung untersucht werden.


RDP-Sitzungen überprüfen

Wenn man Zugriff auf den Rechner oder Server über eine andere Management-Möglichkeit hat, kann man zunächst prüfen, ob eine bestehende RDP-Sitzung hängen geblieben ist.

Zum Beispiel:

query user

Hier lassen sich vorhandene Benutzersitzungen anzeigen.

Eine getrennte oder festhängende Sitzung kann möglicherweise die Ursache sein. Beim Abmelden bzw. Beenden einer Sitzung sollte allerdings darauf geachtet werden, dass dadurch nicht gespeicherte Benutzerdaten verloren gehen.


Ereignisanzeige nicht vergessen

Wenn die oben genannte Änderung nicht hilft, sollte die Windows-Ereignisanzeige kontrolliert werden.

Besonders interessant sind Ereignisse rund um:

  • Remote Desktop Services
  • TerminalServices
  • User Profile Service
  • GroupPolicy
  • Windows-Anmeldung
  • Netzwerk
  • Active Directory

Am besten reproduziert man den Fehler und überprüft anschließend die Ereignisse zum entsprechenden Zeitpunkt.

So lässt sich häufig erkennen, an welcher Stelle der Anmeldevorgang hängen bleibt.


Fazit

Ein RDP-Login, der unter Windows dauerhaft bei „Bitte warten“ stehen bleibt, kann verschiedene Ursachen haben.

Bei Windows 11 24H2 gibt es jedoch einen interessanten Erfahrungsbericht aus der Systemadministrator-Community: Mehrere Administratoren berichten von Problemen beim Aufbau bzw. Wiederverbinden von RDP-Sitzungen und konnten das Verhalten durch Änderungen an der RDP-Netzwerkerkennung beheben.

Als möglicher Lösungsweg sollte daher insbesondere diese Einstellung überprüft werden:

Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Windows-Komponenten → Remotedesktopdienste → Remotedesktop-Sitzungshost → Verbindungen

Dort kann die Netzwerkerkennung für RDP angepasst werden.

Darüber hinaus berichten einzelne Nutzer von Verbesserungen, wenn im RDP-Client die automatische Erkennung der Verbindungsgeschwindigkeit unter „Erfahrung“ geändert wird.

Wichtig ist dabei: Die genannten Lösungen stammen teilweise aus Erfahrungsberichten und sollten zunächst kontrolliert an einem betroffenen System getestet werden.

Reddit-Quelle: Windows 11 24H2 – RDP-Session hängt beim Anmelden (r/sysadmin)

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