Wenn Microsoft Edge und das neue Outlook für Windows plötzlich regelmäßig abstürzen, muss die Ursache nicht unbedingt bei den beiden Programmen selbst liegen.
In meinem Fall lag das Problem im Zusammenhang mit dem NVIDIA-Grafiktreiber bzw. dessen Installation. Besonders interessant war, dass Outlook in der Windows-Ereignisanzeige auf die NVIDIA-Datei nViewH64.dll verwies.
Die Lösung war letztendlich erstaunlich einfach: Den NVIDIA-Treiber mit einer sauberen Neuinstallation neu installieren.
Das Problem
Zunächst fiel auf, dass das neue Outlook für Windows beim Start sofort wieder beendet wurde.
Eine Untersuchung der Windows-Ereignisanzeige zeigte einen Absturz von olk.exe. Besonders auffällig war dabei folgende Meldung:
Fehlerhafter Anwendungsname: olk.exe
Fehlerhafter Modulname: nViewH64.dll
Ausnahmecode: 0xc0000005
Die Datei befand sich hier:
C:\Program Files\NVIDIA Corporation\nview\nViewH64.dll
nViewH64.dll gehört zu einer NVIDIA-Komponente und war damit ein deutlicher Hinweis darauf, dass nicht Outlook selbst die eigentliche Ursache war.
Auch Microsoft Edge stürzte ab
Noch interessanter wurde die Sache, als festgestellt wurde, dass Microsoft Edge ebenfalls regelmäßig abstürzte.
Da sowohl das neue Outlook als auch Edge auf moderne Web-Technologien setzen, war ein gemeinsames Problem mit einer System- oder Grafikkomponente naheliegend.
Ein weiterer Hinweis war, dass die Abstürze auch nach einer Aktualisierung bzw. Neuinstallation von Outlook weiterhin auftraten.
Damit wurde eine reine Outlook-Fehlerbehebung zunehmend unwahrscheinlich.
Die Lösung: NVIDIA-Treiber sauber neu installieren
Die entscheidende Lösung war eine saubere Neuinstallation des NVIDIA-Grafiktreibers.
Dazu wird bei der Installation des NVIDIA-Treibers die Option für eine erweiterte bzw. benutzerdefinierte Installation ausgewählt.
Anschließend muss die Option
„Saubere Installation durchführen“
aktiviert werden.
Dabei wird die bestehende NVIDIA-Treiberinstallation bereinigt und der Treiber anschließend neu installiert.
Vorgehensweise
- Den aktuellen NVIDIA-Grafiktreiber herunterladen.
- Die NVIDIA-Treiberinstallation starten.
- Bei den Installationsoptionen „Benutzerdefiniert (Erweitert)“ auswählen.
- Die Option „Saubere Installation durchführen“ aktivieren.
- Installation abschließen.
- Windows anschließend neu starten.
Nach dem Neustart sollten die betroffenen Anwendungen erneut getestet werden.
Warum eine saubere Installation?
Eine normale Treiberaktualisierung ersetzt nicht zwangsläufig alle Komponenten einer bestehenden NVIDIA-Installation.
Wenn beispielsweise eine ältere NVIDIA-Komponente oder eine beschädigte Treiberdatei Probleme verursacht, kann diese unter Umständen trotz eines Updates weiter vorhanden sein.
Die saubere Installation setzt die NVIDIA-Treiberinstallation dagegen weitgehend neu auf.
In diesem Fall war genau das entscheidend.
Danach funktionierten Edge und Outlook wieder
Nach der sauberen Neuinstallation des NVIDIA-Treibers konnten sowohl
- Microsoft Edge
- neues Outlook für Windows
wieder normal gestartet und verwendet werden.
Damit war auch klar, dass eine Neuinstallation von Outlook allein das eigentliche Problem nicht gelöst hätte.
Wenn Outlook oder Edge ebenfalls abstürzen
Wer ein ähnliches Fehlerbild hat, sollte deshalb nicht ausschließlich Outlook oder Edge reparieren.
Interessant sind insbesondere Einträge in der Windows-Ereignisanzeige unter:
Windows-Protokolle → Anwendung
Dort kann bei einem Absturz unter „Fehlerhaftes Modul“ beispielsweise eine NVIDIA-DLL auftauchen.
Ein Eintrag wie:
Fehlerhafter Anwendungsname: olk.exe
Fehlerhafter Modulname: nViewH64.dll
ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Ursache möglicherweise im NVIDIA-Umfeld liegt.
Fazit
Wenn Microsoft Edge und das neue Outlook gleichzeitig abstürzen, sollte man auch den Grafiktreiber als mögliche Ursache berücksichtigen.
In meinem Fall war die entscheidende Maßnahme:
NVIDIA-Treiber → Benutzerdefinierte/erweiterte Installation → „Saubere Installation durchführen“
Danach liefen sowohl Edge als auch das neue Outlook wieder problemlos.
Tipp: Bevor man einzelne Windows-DLLs löscht oder Outlook mehrfach neu installiert, lohnt sich bei solchen Abstürzen ein Blick in die Ereignisanzeige. Der dort genannte „Fehlerhafte Modulname“ kann einen sehr viel schneller zur eigentlichen Ursache führen.
